In November besuchten alle Schülerinnen und Schüler des 9. Jahrgangs das Theaterstück „Der Kick“. Anschließend nahmen sie an einem Zivilcourage-Workshop teil.

Zivilcourage, ein Begriff den jeder schon mal gehört hat. Der Einstieg zum Zivilcourage-Workshop bildete das Theaterstück „Der Kick“, welches auf einer wahren Geschichte beruht. Es wurden Originaltexte aus Verhören und Interviews gezeigt, die mit einem rechtsradikalen Mord aus dem Jahr 2002 zu tun hatten.

Eine Woche später traf sich jede Klasse des 9. Jahrgangs mit einem der Schauspieler und der Regisseurin und führte unter ihrer Anleitung einen Workshop über Zivilcourage durch. Zu Beginn wurden Begriffe wie „Rassismus“, „Gewalt“ und „Zivilcourage“ erklärt. Anhand von Gesetzestexten wurde erarbeitet, was man tun kann, um Menschen in Notsituationen zu helfen, und wie weit diese Hilfe mit dem Gesetz vereinbar ist. Durch Videos, praktische Übungen und ein Rollenspiel wurde der Workshop spannend gestaltet.

Eine Übung sollte darstellen, wie sich Opfer häuslicher Gewalt fühlen: Die ganze Klasse musste sich in einen Kreis stellen, mit geschlossenen Augen und den Rücken in die Mitte gewandt. Die Leiter des Workshops gingen mit Plastikkeulen in der Mitte umher. Sie sagten, sie würden einen von uns damit auf den Rücken hauen, sodass alle sehr angespannt waren. Dann schlug einer der Leiter mit der Keule auf den Boden und es knallte. Die Anspannung, nicht zu wissen, ob etwas passiert oder nicht, war trotz der kurzen Zeit schwer zu ertragen. Die Teilnehmer konnten sich dadurch gut in die betroffenen Menschen hinein versetzen, die mit diesem Gefühl fast täglich leben müssen.

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