Das Schuljahr 2021/22 ist bereits in vollem Gange und auch dieses Jahr haben wir zwei junge Menschen mit dabei, die ihr freiwilliges soziales Jahr an der AGL absolvieren. Pia Raddue (19 Jahre alt) und Robin Kirchentum (18 Jahre alt) erlangen seit August diesen Jahres viele Eindrücke in die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern. Sie können ein ganzes Jahr in den Schulalltag hinein schnuppern und praktisch am Unterricht mitwirken. Während Robin ehemaliger Schüler der AGL ist, machte Pia ihr Abitur an der BBS III in Lüneburg. Wir hatten die Möglichkeit beide zu interviewen.

Wieso habt ihr euch für ein FSJ an der AGL entschieden?

Robin: Für mich war eigentlich hauptausschlaggebender Faktor, dass ich später Chemie studieren möchte und aufgrund von Corona wären die ersten Semester in Form von Videokonverenzen abgelaufen und deswegen hoffe ich, dass sich die Lage in diesem Jahr bessert. Außerdem lerne ich viel dazu, besonders meine Sozialkompetenzen werden gefördert.

Pia: An meiner alten Schule sind sehr gemischte Altersgruppen, weshalb ich mich nach einer anderen Schule umgeschaut habe. Daraufhin wurde mir dann die AGL empfohlen, da es an der Schule öfter mal FSJ‘ler gibt. Außerdem bin ich mir noch nicht sicher, was ich studieren möchte und schwanke zwischen Lehramt und Sozialer Arbeit. Da dachte ich, ein Einblick in den Alltag einer Schule, verbindet die beiden Themenbereiche optimal.


Welche Aufgaben übernehmt ihr/wobei wirkt ihr mit?

Robin: Oft halten wir uns in Herrn Volksdorfs Büro auf und übernehmen einige Aufgaben bezüglich der Organisation von beispielsweise den Koopkursen. Hinzu kommt auch, dass wir ab und an Vertretungslehrer spielen und dann auf eine Klasse, die keine Lehrkraft zur Verfügung hat, aufpassen. Überwiegend kümmern wir uns um die jüngeren Jahrgänge und helfen bei den 5.- 8. Klassen aus.

Pia: Allgemein lässt sich sagen, dass wir die Ganztagskoordination unterstützen, aber auch plane ich Ausflüge, unterstütze das Sekretariat und vor allem die Coronatests beschäftigen uns jede Woche, da wir für das tägliche zusammenstellen der Corona-Testkits zuständig sind. Alles in allem sind es sehr vielfältige Aufgaben. Mir persönlich gefällt die Arbeit im Klassenraum, direkt bei den Schüler/innen am besten und so wurde mir tatsächlich bereits angeboten, auch mal eine Stunde selber zu organisieren und unterrichten zu können.


Was gefällt euch an der Arbeit mit Kindern?

Pia: Ich finde es toll, den Kindern etwas beizubringen und nach geraumer Zeit dann tatsächlich auch eine Entwicklung sehen zu können. Auch lernt man mit den unterschiedlichsten Charakteren umzugehen.

Robin: Obwohl mein Fokus auf dem verwaltungstechnischen Arbeitsgebiet liegt, finde ich es immer wieder spannend zu sehen, was für Möglichkeiten es gibt, Kindern auf individuelle Weise denselben Unterrichtsstoff zu vermitteln.


Wollt ihr nach eurem FSJ einen pädagogischen Beruf ausüben?

Robin: In näherer Zukunft habe ich keine Ambitionen in das Berufsfeld der Pädagogik einzusteigen, aber dennoch bin ich überzeugt davon, dass es sinnvoll ist, die Erfahrungen vom FSJ mitzunehmen.

Pia: Für mich ist klar, dass ich im sozialen Arbeitsfeld tätig werden möchte und diesbezüglich sehe ich dieses FSJ als große Hilfe bei der Entscheidung, ob es tatsächlich die Arbeit mit Kindern in einer Schule werden soll und in welcher Klassenstufe.


Welche Erwartung habt ihr an das weitere Jahr?

Robin: Gerne würde ich weiterhin die Leitung der Schulband übernehmen und das tolle Projekt weiter auszubauen. Ich bin gespannt auf die kommenden Monate, was wir alles erleben dürfen, und freue mich auf eine schöne Zeit.

Pia: Wir fiebern auf das weitere Jahr hin und freuen uns auf die neuen Eindrücke und die Zusammenarbeit mit den Kollegen und Kolleginnen und den Schülerinnen und Schülern.

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