Auf Helgoland, einem Ort, an dem Autos und Radfahrer aufgrund der örtlichen Vorschriften eine Rarität sind, leben Pflanzen und Tiere fast ungestört. Als Biologieprofil konnten wir uns auf die wesentlichen Wechselbeziehungen zwischen den Lebewesen und Umweltfaktoren fokussieren.

Kaum eine Zeit in unser Schullaufbahn war so kompliziert und von massiven Einschränkungen geprägt, wie jetzt in der Corona-Pandemie. Begriffe wie "geimpft, getestet, genesen" prägenunseren Alltag immer noch. Um diesem Trubel zu entfliehen, haben wir uns einen Ort der Entschleunigung gesucht: Helgoland.

Obwohl Helgoland nur einen Bruchteil (ca.1/5) von unserem Heimatort Lauenburg groß ist, ist diese Insel geprägt von einer spannenden Zeitgeschichte und von vielfältigen Organismen. In Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) haben wir verschiedenste Mess-, Bestimmungs- und Präpariermethoden vertieft.

Dabei stand das Kennenlernen von klassischen einheimischen Organismen im Schwerpunkt. Die vermutlich bekanntesten sind für Helgoland der Basstölpel, Trottellumen, Taschenkrebs oder Knurrhahn, die sich in diesem Lebensraum etabliert haben. Aber auch das Phyto- oder Zooplankton der Nordsee wurde von uns untersucht.

So ein kleines Ökosystem ist natürlich vielen Faktoren ausgesetzt: Stürme, Hochwasser, Fischerei, Tourismus und der Klimawandel sind ständige Gefahren der Insel Helgoland. Diese Exkursion hat uns nochmals greifbarer gemacht, wie die genannten Faktoren jetzt schon einen starken Einfluss haben und wie wichtig ein Umdenken der Klimapolitik ist, damit auch nachfolgende Profile noch diesen wunderbaren Ort erleben können.

Nia Kirsch

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