Was bringt die Nutzung von Geräten wie Tablets im Unterricht? Und wie könnte diese Ausstattung finanziert werden? Darüber haben wir mit Lehrkräften und mit Schülerinnen und Schülern unserer Schule gesprochen.

Der jeweils erste Teil der separat geführten Interviews ist hier und hier zu finden. Im zweiten Teil fassen wir nun das Gespräch rund um das Thema „Digitale Endgeräte“ zusammen:

Wie könnte der Unterricht mit digitalen Geräten verbessert werden?

Bei einem sind sich alle einig: Bücher und Hefte sind schwer zu tragen, wenn man stattdessen auf einem Tablet Notizen machen könnte und sogar Lehrbücher damit abrufen, wäre das ein großer Vorteil.

Gerade die jüngeren Jahrgänge meldeten sich dazu zu Wort. Dennis findet es gut, dass man nicht so leicht etwas zu Hause vergessen kann, weil alles auf dem Tablet ist. Und Janne ergänzt: „Es ist viel übersichtlicher, eine App mit Ordnern zu haben, als viele einzelne Hefter und Mappen.“ Catharina merkte allerdings an, dass sie sich mit Stift und Papier besser konzentrieren kann, wies aber auch auf den Vorteil der Papierersparnis durch Tablets hin. Die jüngeren wünschen sich, dass auch schon in ihren Stufen in Zukunft digital gearbeitet wird.

In der Oberstufe arbeiten einige wenige bereits erfolgreich mit Tablets, und dies wird von den Lehrkräften auch unterstützt. Katharina merkt jedoch an: „Man braucht trotzdem immer beides. Falls man beispielsweise Arbeitsergebnisse nach dem Unterricht abgeben oder mal schnell etwas mitschreiben muss, ist es gar nicht so verkehrt einen Stift und Collegeblock parat zu haben.“

Frau Dr. Ahnfeldt erklärte, dass die Lehrkräfte eine didaktische Vielfalt anstreben: Je nach Fach und Unterrichtssituation könnten digitale oder analoge Arbeitsaufträge sinnvoll sein und jeweils eingesetzt werden. Auch sagte sie: Selbst die heute noch strikt verbotenen Notizen in Schulbüchern könnten durch digitale Bücher plötzlich möglich werden.

Welche Arten von Geräten sind am besten für die Schule geeignet (Handy, Tablet, PC)?

Ronja aus der 12. Klasse berichtete: „Man kann gut auf den Tablets schreiben, aber noch besser ist es, wenn man eine Tastatur anschließt. Gut ist auch, dass man sich mit den Whiteboards und Projektoren verbinden kann, um Ergebnisse zu präsentieren.“ Eine Einschränkung macht sie jedoch: „Wenn man längere Texte schreiben will, ist ein PC oder Laptop besser als ein Tablet“. Ebenso sieht es Catharina aus der 6. Klasse: „Ich kann am PC viel schneller schreiben als mit der Hand, und ich würde einen PC auch einem Gerät wie Tablet oder Handy vorziehen“.

Finanzierung von Tablets

Zur Finanzierung von digitalen Geräten äußerten sich die Schülerinnen und Schüler unterschiedlich. Um Chancengleichheit herzustellen, hielten sie es für wichtig, dass solche Geräte über die Schule finanziert werden. Wenigstens für Familien mit geringem Einkommen und/oder mehreren Schulkindern sollte es eine Förderung geben.

Wir fragten, ob sie sich vorstellen könnten, dass es in Zukunft genau so normal werden könnte, dass Eltern ihren Kindern ein Schul-Tablet finanzieren, wie sie jetzt Schulranzen, Hefte und Stifte kaufen. Hier waren die Schülerinnen und Schüler etwas unsicher, da der Anschaffungspreis deutlich höher erscheint. Dennoch meinten sie, es wäre für die Zukunft denkbar, besonders wenn dadurch jährlich wiederkehrende Kosten für andere Materialien eingespart werden könnten.

Auch im Gespräch mit den Lehrkräften konnten wir über die Frage der Finanzierung von digitalen Geräten etwas erfahren: Hier ist während der Pandemie bereits viel in Gang gekommen. Bislang konnte die Stadt Lauenburg aus besonderen Bundesmitteln 100 Laptops für die Grund- und die Gemeinschaftsschule anschaffen. Wie die Finanzierung in Zukunft gewährleistet werden kann, ist noch offen.

Dieses Thema wird von einer IT-Gruppe, bestehend aus Lehrern, Schülern und Vertretern der Stadt diskutiert. Ebenso beschäftigt sich der Elternbeirat damit, wie alle Schülerinnen und Schüler ein Gerät zur Verfügung gestellt bekommen können.

Es geht dabei auch um Fragen der einheitlichen Ausstattung und der Förderung von Familien mit geringerem Einkommen. Und es wurde Kontakt mit anderen Schulen aufgenommen, die bereits Erfahrungen mit digitaler Ausstattung gemacht haben. Einigkeit besteht, dass Schulaufgaben auf jeden Fall nicht über das Handy bearbeitet werden sollten, und die Klassen daher in Zukunft unbedingt komfortablere Geräte benötigen.

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