Evolution ganz praktisch

Am 19.12.2018 machten wir uns von Lauenburg aus auf den Weg nach Hamburg, um im Tierpark Hagenbeck die Evolution an praktischen Beispielen zu erkunden.

Nach einer ereignisreichen Fahrt in die Großstadt wurden wir von Lara, einer Mitarbeiterin des Tierparks, durch das Tropenaquarium geführt. Zuerst hat sie uns die Kattas in einem Freilaufgehege gezeigt, welche einigen Mitschülern auf Kopf und Schultern gesprungen sind. Anhand der Kattas haben wir unsere anatomischen Gemeinsamkeiten festgestellt. Die Tiere gibt es nur in einem begrenzten Lebensraum aufgrund der Habitatisolation, d.h. die Tiere wurden durch geografische Barrieren getrennt.

Weiter ging es durch eine Schleuse zu den Reptilien, dort gab es Bartagame und ein Chamäleon, welches wir verzweifelt und vergeblich gesucht haben. Dort erklärte uns Lara am Beispiel des Chamäleons den Unterschied zwischen Anpassung und Angepasstheit. Unter Anpassung versteht man die aktive Anpassung an die Natur. Das Chamäleon passt sich zum Beispiel aktiv an seine Umgebung an, indem er seine Farbe ändert. Unter dem Begriff Angepasstheit versteht man eine passive Anpassung. Bei dieser passiven Anpassung passen sich verschiedene Lebewesen zum Beispiel durch nicht selbstgesteuerte Mutationen, Rekombinationen oder ähnliches über mehrere Generationen nahezu perfekt an ihre Umwelt an.

Danach setzten wir unseren Rundgang durch das Tropenaquarium fort. Wir kamen zu den Klippschliefern. Lara erzählte uns, dass diese mit Elefanten verwandt seien. Durch die Habitatisolation haben sich die beiden unabhängig voneinander fortentwickelt. Anschließend sind wir zu den Krokodilen gegangen, sie sich seit mehreren Millionen Jahren nicht mehr fortentwickelt haben: Sie waren in ihrem Lebensraum die stärksten und hatten somit keine Fressfeinde.

Damit war die Führung schon vorbei. Wir hatten alle viel Spaß im Tierpark und konnten durch die Veranschaulichung mithilfe der Tiere die Evolution leichter nachvollziehen.

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