Bereits seit 2017 gibt es an der AGL Englischprofilklassen, die ab Klasse 7 in einem Fach bilingual unterrichtet werden. Aber was ist bilingualer Unterricht, und warum hat sich die AGL dafür entschieden, so einen Unterricht anzubieten?

Wir haben verschiedene Lehrer und Lehrerinnen und Schüler und Schülerinnen befragt und möchten in diesem Artikel einen kurzen Überblick über die Methode und die Motivation dahinter informieren sowie erklären, wie BiLi aktuell an der AGL umgesetzt wird.

Was bedeutet BiLi eigentlich und wie wird das an der AGL umgesetzt?

Bilingualer Unterricht ist eine moderne Art, Unterrichtsinhalte miteinander zu verknüpfen. Es wird eine Verbindung zwischen verschiedenen Fächern geschaffen, indem zum Beispiel gesellschaftswissenschaftlicher Unterricht auf Englisch gegeben wird. An der AGL werden die Fächer Weltkunde und Geschichte im bilingualen Profil unterrichtet. Viele Schüler und Schülerinnen fänden es jedoch auch gut, wenn auch Geographie oder Biologie auf Englisch
angeboten würden.

In den Klassenstufen 5 und 6 gibt es - in Vorbereitung auf den bilingualen Unterricht - zwei Extrastunden Englisch im Rahmen des KOOP Unterrichts. Insbesondere in Klassenstufe 6 dienen diese zwei Stunden dann als Vorbereitungskurs zum bilingualen Unterricht. Allerdings gibt es neben der Wahl, die Englischklasse zu besuchen, eine zweite Möglichkeit für die Schüler und Schülerinnen, sich zu entscheiden, ob sie bei dem bilingualen Unterricht bleiben möchten, oder ob sie in einem Parallelkurs die Fächer Weltkunde und Geschichte auf Deutsch lernen möchten.

Teilweise hat es sich laut Herrn Albrecht (Fachschaftsleitung Englisch und BiLi) auch bewährt, einige Themenfelder auf Deutsch zu unterrichten, wie den Nationalsozialismus in Klasse 9, da hier die Quellenlage im Bereich der Muttersprache, viel sinnvoller ist.

Wozu Bili?

Durch den bilingualen Unterricht werden Sprachkenntnisse verbessert und erweitert und gleichzeitig erlangt man Wissen, in dem bilingual unterrichtetem Fach und zwar ohne, dass besondere Kenntnisse in der Sprache vorausgesetzt werden.

Der Unterricht selbst gewinnt so eine neue spannende Komponente und es wird ermöglicht, auf internationale Quellen zurückzugreifen. Dadurch bekommt man, aus verschiedenen Blickwinkeln, Eindrücke eines Geschehens.

Außerdem werden die Schülerinnen und Schüler auf den zunehmend internationalen Arbeitsmarkt vorbereitet, wo es von Vorteil ist, sich mit der englischen Sprache auszukennen und sich in einem bestimmten Sachkontext mit ihr auseinandergesetzt zu haben. Für einige Schüler und Schülerinnen ist dies auch der Grund, weshalb sie sich für die Englischklasse entschieden haben.

Sie kommen mit dem Unterricht gut zurecht und müssen, bis auf ein paar extra Vokabeln lernen, nicht wesentlich mehr Zeit investieren, als andere Klassen. Die Lehrkräfte achten besonders darauf, den Unterricht an die Leistung der Klasse anzupassen, damit niemand den Anschluss verliert.

Die Schüler und Schülerinnen der Englischprofilklassen sind sich einig: „Ich würde sehr gerne mit dem bilingualen Unterricht weitermachen, weil das sehr schön ist.“

Zurück